Smart Data

Durch Datentransparenz und Smart Data Kosteneffizienz sicherstellen und sektorenübergreifendes Wachstum schaffen

Smart Data – die Generierung von Wissen aus großen Mengen von aufbereiteten Daten aus unterschiedlichen Quellen – ist für eine wirtschaftliche Energiewende unerlässlich. Smart Data umfasst alle Arten von Daten, nicht nur die Smart-Meter-Daten oder Daten, die datenschutzrelevant oder kritisch sind, sondern auch alle Daten ohne Personenbezug. Daten entstehen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Energiewirtschaft: von Erzeugung, über Handel, Netze, Vertrieb bis hin zu industriellen und privaten „Prosumern“. Daten sind der Treibstoff für das Gelingen der Energiewende, denn sie geben Auskunft darüber, was im Energiesystem passiert, schaffen Transparenz und ermöglichen Effizienz. Gerade bei nicht personenbezogenen, unkritischen Daten bestehen noch große Potenziale, die es zu nutzen gilt.

Unbüro­kratisch Datentransparenz und -kategorisierung ermöglichen:

Daten existieren in allen Bereichen des Energiesystems. Es ist jedoch oft unklar, wer welche Art von Daten überhaupt besitzt. Um hier Transparenz zu fördern, schlagen wir eine unbürokratische, aber sichere Erfassung von Datenbeständen vor. Dies ist bereits in vielen europäischen Nachbarländern der Fall und ermöglicht die notwendige Diskussion und den Wettbewerb, wer welche Daten benötigt und wer sie unter welchen Bedingungen zur Verfügung stellen kann. Übergeordnetes Ziel ist die Transparenz bei Angebot und Nachfrage in einem funktionierenden digitalen Binnenmarkt. Dabei sollte die unbürokratische Realisierung eines Registers durch Blockchain-Technologie geprüft werden. Dies hätte den Vorteil, dass durch die Flexibilität eines solchen Registers den schnellen Entwicklungen im Bereich Smart Data besser Rechnung getragen werden kann als durch regulierte Akteure oder eine staatliche Stelle.

Optimierung des Gesamtsystems durch Datenaustausch voranbringen:

Der Einsatz von Strom in den Bereichen Wärme, Mobilität und Industrieanwendungen kann einen wichtigen Beitrag leisten, um CO2-Emissionen sektorenübergreifend und effizient zu senken. Insbesondere bei der Optimierung des Gesamtsystems spielen Daten aus verschiedenen Sektoren eine große Rolle: Die benötigte Infrastruktur, insbesondere Energienetze, muss datenbasiert ausgebaut und betrieben werden. Dies ermöglicht es, Schnittstellen zwischen Sektoren effizient zu nutzen. 

Datenbasierte Netzengpassbehebung durch Transparenz ermöglichen:

Durch Datentransparenz innerhalb des Stromsystems können Effizienzgewinne erzielt werden. Dies gilt insbesondere auch für die Behebung von Netzengpässen, bei denen die Redispatch-Kosten gesenkt werden können. Um dies zu erreichen, sollten die vertikale Koordinierung zwischen Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern sowie die horizontale Koordinierung zwischen Netzbetreibern auf der gleichen Netzebene gestärkt werden. Dabei muss klar sein, welche Mechanismen zur Verfügung stehen, um Netzengpässe zu beheben, und der jeweils effizienteste Mechanismus ausgewählt werden. Ziel sollte es sein, dass zumindest Echtzeitdaten und aktuelle Prognosen von relevanten Erzeugungsanlagen und Lasten genutzt werden.